28. Februar 2026

Leichtathletik Hallen DM 2026 Ergebnisse Tag 2

Leichtathletik Hallen DM - Copyright: https://pixabay.com/photos/action-athletes-competition-hurdles-1834465/ - Lizenz: Pixabay Licence. Bild von Pexels auf Pixabay.
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Leichtathletik Hallen DM 2026 Tag 2WM-Normen im Sprint-Showdown sorgten für den krönenden Tages-Abschluss.

28.02.2026PM DLV / SPORT4FINAL Sport News / Frank Zepp:

Leichtathletik Hallen DM 2026Über 60 Meter mit und ohne Hürden ließen es die DLV-Athletinnen und -Athleten am Samstag bei der Hallen-DM in Dortmund richtig krachen: Gleich fünf Sprinter unterboten im Finale über 60 Meter die Hallen-WM-Norm. Bei den Frauen drängte die neue Sprint- und Hürdensprint-Generation nach vorn. Zu den weiteren Highlights zählten in der Helmut-Körnig-Halle ein Acht-Meter-Sprung und einige Favoritensiege.

Im 60-Meter-Finale der Männer blieben gleich fünf DLV-Sprinter in der Helmut-Körnig-Halle unter der Marke von 6,60 Sekunden. Allen voran stellte Owen Ansah (Hamburger SV) in 6,55 Sekunden seine Bestleistung ein und stürmte zu seinem ersten Titel über diese Distanz. Dabei schob sich der Deutsche 100-Meter-Rekordler erst auf den letzten Metern vorbei an Kevin Kranz (Sprintteam Wetzlar), der in 6,56 Sekunden Silber gewann. „Ich habe mein Ziel erfüllt: Ich wollte Deutscher Meister werden. Ich konnte zeigen, was in mir steckt und dass ich der Schnellste bin – und das war auf jeden Fall wichtig“, freute sich Owen Ansah.

Titelverteidiger Robin Ganter (MTG Mannheim; 6,57 sec) sicherte sich bei seinem erst zweiten Start nach Verletzungspause Bronze vor Yannick Wolf (Munich Athletics; 6,58 sec) und Deniz Almas (TV Wattenscheid 01; 6,59 sec), die erstmals 6,60 Sekunden unterboten. Dieses Trio knackte damit auch die Hallen-WM-Norm für Torun (Polen; 20. bis 22. März), die bei 6,59 Sekunden steht – und die Owen Ansah und Kevin Kranz bereits im Vorfeld erfüllt hatten.

Philina Schwartz brillierte im Konzert der Großen

Während bei den Männern etablierte Athleten den Titel unter sich ausmachten, sprinteten bei den Frauen neue Namen ins Rampenlicht. Die Jahresschnellste Philina Schwartz (Berlin Athletics) lieferte auch auf der Meisterschaftsbühne. Die 19-Jährige steigerte ihre Bestleistung im Halbfinale auf 7,16 Sekunden und war auch im Finale (7,18 sec) nicht zu stoppen. Die Hallen-WM-Norm von 7,20 Sekunden hat sie nun viermal unterboten. „Die Vorfreude auf die Hallen-WM ist riesig. Ich habe bisher nur an internationalen Jugendmeisterschaften teilgenommen – das war schon unglaublich für mich. Ich nehme sie mit und alles, was dort passiert, ist ein Bonus“, blickte die Berlinerin voraus.

Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim) sprintete als Zweite mit Bestleistung (7,21 sec) zu ihrer ersten DM-Medaille. Jolina Ernst (TV Wattenscheid 01; 7,24 sec) jubelte ebenfalls über eine PB und Bronze. Auf den Plätzen vier und fünf folgten mit Sina Mayer (LAZ Zweibrücken) und Sophia Junk (LG Rhein-Wied; beide 7,28 sec) zwei Athletinnen, die im vergangenen Sommer WM-Bronze mit der DLV-Staffel über 4×100 Meter gewonnen hatten.

Marlene Meier stürmte erneut zum Titel

Auch im Finale über 60 Meter Hürden der Frauen wurde es schnell. Die Jahresbeste Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen) verteidigte ihren Titel in beeindruckender Manier: Mit 7,92 Sekunden stellte sie ihren Hausrekord ein. Als Zweite vergoss die Deutsche Freiluftmeisterin Ricarda Lobe (MTG Mannheim) Freudentränen: In 7,95 Sekunden schraubte sie ihre neun Jahre alte Hallen-Bestzeit um vier Hundertstel nach unten und erfüllte damit zugleich die Hallen-WM-Norm (8,02 sec). Die weitere Normerfüllerin Rosina Schneider (TV Sulz) komplettierte in 8,01 Sekunden das Podium vor Franziska Schuster (TSV Bayer 04 Leverkusen), die in 8,03 Sekunden Bestzeit lief.

Bei den Männern feierte ein Mehrkämpfer Titelpremiere über die Hürden: Fred Isaac Fleurisson (Eintracht Frankfurt), der Anfang Februar Zweiter der Deutschen Meisterschaften im Hallen-Siebenkampf geworden war, setzte sich in 7,77 Sekunden durch. Im Halbfinale hatte er bereits mit Bestzeit von 7,75 Sekunden vorgelegt. Stefan Volzer (TSV Bayer 04 Leverkusen), der mit ebenfalls 7,75 Sekunden als Jahresbester angereist war, musste sich mit 7,80 Sekunden knapp geschlagen geben. Bronze und eine neue Bestzeit nahm Aaron Giurgian (Sprintteam Wetzlar; 7,88 sec) mit nach Hause.

Simon Batz zurück in Bestform

Nach einer Schulterverletzung, die ihn zuletzt ausgebremst hatte, präsentierte sich Weitspringer Simon Batz (MTG Mannheim) wieder in Topform. Bereits im zweiten Versuch übernahm er mit 7,87 Metern die Führung, im dritten Durchgang ging’s mit 7,93 Metern noch ein bisschen weiter. Das Glanzstück gelang ihm dann in Runde fünf: Mit 8,09 Metern legte der 23-Jährige den drittweitesten Sprung seiner Karriere hin. Es war zugleich die beste Weite bei Deutschen Hallenmeisterschaften seit 2012. Damals war Sebastian Bayer, heute Trainer von Simon Batz, auf 8,12 Meter geflogen. „Ich bin zufrieden mit den 8,09 Metern, aber wollte eigentlich noch einen draufpacken. Trotzdem bin ich schon zufrieden mit der Weite und dem deutschen Meistertitel“, sagte Simon Batz.

Silber und Bronze machten in einem Zentimeterkrimi Luka Herden (LG Brillux Münster) und Kevin Brucha (TLV Germania Überruhr) unter sich aus. Beide landeten bei 7,78 Metern. Der zweitbeste Versuch, der mit 7,74 Metern gemessen wurde, gab den Ausschlag zugunsten des deutschen Jahresbesten Luka Herden. Nur drei Zentimeter hinter den Medaillengewinnern reihte sich der Deutsche U23-Meister Simon Plitzko (TSG Bergedorf) ein.

Imke Onnen flog über 1,91 Meter

Wie nach der Absage von Mitfavoritin Christina Honsel (TV Wattenscheid 01) erwartet, spielte sich der Kampf um den Hochsprung-Titel zwischen Imke Onnen (Cologne Athletics) und Titelverteidigerin Bianca Stichling (TSV Bayer 04 Leverkusen) ab. Beide meisterten im zweiten Versuch 1,88 Meter. Doch dann flog Imke Onnen auf Anhieb über 1,91 Meter. Dem hatte Bianca Stichling nichts mehr entgegenzusetzen. Mit Bronze überraschte U20-EM-Finalistin Dorothea Gantert (SpVg Laatzen), die bis zu ihrer neuen Bestleistung von 1,84 Metern fehlerfrei blieb. Ein Fehlversuch bei dieser Höhe kostete Anna-Elisabeth Ehlers (TSV Bayer 04 Leverkusen) die Medaille.

Im vergangenen Jahr hatte sich Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) den Titel noch mit Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) geteilt. Nun darf er diesen Titel wieder allein tragen. Nachdem der 26-Jährige bei seiner Einstiegshöhe von 5,50 Metern noch einen Fehlversuch hatte hinnehmen müssen, pokerte er und ließ die beiden weiteren Versuche aus. 5,60 Meter meisterte er dann im ersten Versuch – als einziger Stabhochspringer. 5,70 Meter waren am Samstag zu hoch. Über Silber und Bronze durften sich, jeweils mit persönlicher Bestleistung von 5,50 Metern, Marec Metzger (TSV Gräfelfing) und Fabio Wünsche (SC Potsdam) freuen. Torben Blech, der die 5,50 Meter ausgelassen hatte, konnte 5,60 Meter nicht überqueren und musste sich diesmal mit Rang vier begnügen.

Kira Wittmann stellte Saisonbestleistung ein

13,94 Meter – anscheinend die Lieblingsweite der deutschen Dreispringerinnen in dieser Saison. Denn mit dieser Weite teilen sich Kira Wittmann (Hannover 96) und Caroline Joyeux (LG Nord Berlin) die deutsche Jahresbestleistung. Und diese Weite brachte am Samstag einer von ihnen den deutschen Meistertitel! Im ersten Durchgang legte Kira Wittmann mit 13,76 Metern vor. Für Caroline Joyeux gingen zunächst 13,56 Meter in die Ergebnislisten ein.

Im vierten Durchgang übernahm die Berlinerin dann mit 13,84 Metern die Führung. Doch das letzte Wort war noch nicht gesprochen: Denn in Runde fünf konterte Kira Wittmann mit 13,94 Metern. Damit holte sie sich ihren zweiten deutschen Meistertitel unter dem Hallendach. Den ersten hatte sie 2023 ebenfalls in der Helmut-Körnig-Halle errungen. Bronze gewann Sarah-Michelle Kudla (LG Nord Berlin), die auf 13,59 Meter flog.

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