
Der SC DHfK Leipzig hat es geschafft: Die „Aufstiegs-Euphorie“ in die „Nicht-Abstiegs-Euphorie“ rüber zu bringen.
Und nun sind die nächsten beiden Bundesliga-Gegner TuS Nettelstedt-Lübbecke (auswärts am 24. Oktober) und ThSV Eisenach (1. November in der Arena vor wahrscheinlich vollem Haus) Kontrahenten für den Verbleib im Bundesliga-Oberhaus.

SPORT4Final Live und Exklusiv:
Handball-WM der Frauen im Dezember 2015 aus Dänemark
SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet ausführlich von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding.
23.10.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:
Kurze Reminiszenz: Die DHfK-Verantwortlichen incl. Stefan Kretzschmar argumentierten in der Vergangenheit über die „Füchse-Berlin-Vorbildrolle“ für den SC DHfK Leipzig. Wenn der wir Bob Hanning ebenso umtriebige DHfK-Manager Karsten Günther („Ziel ist, in Nettelstedt zu gewinnen.“) mit „seinem“ Verein auf dem „Berliner Weg“ so weitermacht, wäre nach dem Aufstieg in vier Jahren Platz drei und Qualifikation zur Champions League keine Illusion …

Zur Vorausschau über den nächsten Gegner TuS Nettelstedt-Lübbecke: Christian Prokop sieht den Gegner „momentan hinter den Erwartungen zurück liegend und wir müssen die Tabellensituation ausblenden. Uns erwartet eine kampfstarke, beherzt zu Werke gehende Mannschaft. Sie haben viele Spiele sehr eng gestaltet und nur unglücklich verloren, das zeugt von großer Qualität im Kader. Außerdem haben sie in ihren Reihen viele erfahrene Spieler. Für mich ist Lübbecke Favorit in diesem Spiel. Wir sind eine junge, spielstarke Mannschaft, die einfache Tore verhindern und über das Zweikampfverhalten sowie Disziplin kommen will. Wir leben von der Qualität in der Breite.“
Das klingt nicht wie „Angsthasen-Handball“ und Chancenlosigkeit auf einen Punkt. Zumal auch Philipp Weber im „Training zur alten Form gefunden hat und wir vom Stil ein völlig verschieden artiges Torhüter-Duo haben.“ Dieses Factum kann aus Sicht der SPORT4Final-Redaktion im weiteren Verlauf der Bundesliga noch ein immenser Vorteil sein.
Die derzeitige Nummer eins im DHfK-Tor, Milos Putera, spielte selbst zwei Jahre (2009 bis 2011) bei Nettelstedt-Lübbecke. „Ich habe gehofft, so viele Spielanteile in Leipzig zu bekommen. Wir müssen dort den Kampf annehmen sowie Cleverness und Coolness bewahren. Die Stimmung in der Mannschaft ist grandios, alle kämpfen füreinander. Das macht es für einen Torhüter immer leichter, wenn so eine ‚geile‘ Abwehr vor einem steht.“
Überlassen wir dem DHfK-Chefcoach Christian Prokop das letzte Wort zum Samstag: „Wenn wir am Ende der Saison über Rang 16 liegen, hätten wir die zweite Sensation geschafft.“ Das schließt einen Sieg bei Nettelstedt-Lübbecke nicht aus, oder?
Zur Erinnerung: Die Füchse Berlin wurden in ihrer ersten Bundesliga-Saison 2007/2008 immerhin Elfter!
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